Uni und PHZ liebäugeln mit neuem Gesicht

Bild: Andri Stadler, Luzern

Im Schatten von Jean Nouvels KKL in Luzern entsteht derzeit das neue Gebäude der Universität und der PHZ Luzern. Die Architekten Enzmann+ Fischer haben 2005, nach dem Debakel am Kasernenplatz, den Wettbewerb gewonnen. Die Fassade ist ein erstes Versprechen.

Dem Umbau des bestehenden Postbetriebsgebäudes in Luzern hinter dem Hauptbahnhof musste ein Vordach (gar ein Erstling?) von Santiago Calatrava weichen. Nun hat die neue Architektur den ersten Teil ihres Gesichts enthüllt: Eine ganz in Weiss gehaltene Fassade mit einem erzählerisch wirkenden Licht- und Schattenspiel. Im Innern steht noch der Rohbau.

Kein Schatten(ent)wurf

Schon jetzt ist klar, dass der Schulbau sich nicht bescheiden in die zweite Architektur-Reihe hinter dem KKL setzt. Die bewegte Anordnung der Fassadenöffnungen erinnert an die Augenpaare von KKL-Gästen, wie sie – aufgeregt in die eine oder andere Richtung blickend – versuchen, eine bessere Sicht auf die Bühne zu erhalten. Mit der Fassadengestaltung wollen die Architekten des Umbauprojekts den vernachlässigten Strassenraum hinter dem Bahnhof aufwerten, den Blick in die städtische Umgebung links und rechts des KKL inszenieren und wohl auch die Weitenwirkung von Uni und PHZ als Bildungseinrichtungen zum Ausdruck bringen. Ob es für die künftigen Studierenden, das Personal und Gäste dabei im Innern ebenfalls nur gute Sitzplätze gibt, wie bekanntlich im KKL-Konzertsaal, wird sich zeigen. Die Eröffnung ist für 2011 geplant.

Bilder: Andri Stadler, Fotografie, Luzern

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